
Der Kreisverband Vechta von Bündnis 90/Die Grünen hat seine Kandidierenden für die Stadtratswahl am 13. September aufgestellt. Sieben engagierte Menschen treten an, um die Zukunft der Stadt Vechta aktiv mitzugestalten.
Angeführt wird die Liste erneut von Ilka Middelbeck. Auf den weiteren vorderen Plätzen kandidieren die Ratsmitglieder Bernhard Schwarting und Tobias Thomann. Komplettiert wird das Team durch Hans-Christian Arlinghaus, Christian Stolle, Jörg Fischer und Holger Ziefus.
Nicht erneut antreten wird Karl-Heinz Teuber. Die Grünen bedanken sich herzlich für sein langjähriges Engagement und seinen Einsatz für die Stadt Vechta.
„Wir hätten uns selbstverständlich noch mehr weibliche Bewerbungen für unsere Liste gewünscht. Gleichzeitig freuen wir uns über ein motiviertes und vielfältiges Team, das mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt steht“, betont der Kreisverband.
Besonders freut sich das Team darüber, mit Hans-Christian Arlinghaus und Christian Stolle gleich zwei Kandidaten aus Langförden gewonnen zu haben. Beide treten gleichzeitig auch für den Ortsrat Langförden an und bringen damit eine starke Verbindung zwischen Stadt und Ortsteilen ein.
Für den Kreistag kandidieren im Wahlbezirk Vechta Holger Ziefus und Christian Stolle.
Vechta zukunftsfähig gestalten
Bündnis 90/Die Grünen setzen bei ihrer Arbeit klare Schwerpunkte: nachhaltige Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaschutz, bessere Mobilität, hohe Lebensqualität sowie starke soziale und kulturelle Angebote.
„Nachhaltige und soziale Stadtentwicklung bedeutet für uns, Innenstädte neu zu denken. In Zeiten, in denen sich der klassische Einzelhandel verändert, brauchen wir neue attraktive Angebote und lebendige Begegnungsräume für die Menschen vor Ort“, sagt Ilka Middelbeck.
Dazu gehören für die Grünen klimaangepasste Plätze mit mehr Grün, besserer Aufenthaltsqualität und mehr Raum für Begegnung, Kultur und gesellschaftliches Leben – für Menschen aller Generationen.
Eine moderne Innenstadt muss für alle Menschen erreichbar und nutzbar sein. Deshalb setzen sich die Grünen für eine barrierearme Gestaltung, eine gute Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr sowie eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung ein.
Die Neugestaltung des fließenden und ruhenden Verkehrs wird dabei eine zentrale Aufgabe sein. Ein modernes Parkraumkonzept und ein funktionierendes Parkleitsystem sollen unterschiedliche Bedürfnisse zusammenbringen: Berufstätige, Schülerinnen und Schüler, Besucherinnen und Besucher aus dem Umland sowie Menschen, die in der Innenstadt wohnen.
Gleichzeitig wollen die Grünen mehr Platz für Radfahrende und zu Fuß Gehende schaffen, zusätzliche Grünflächen entwickeln und die Aufenthaltsqualität steigern. Mit einer langfristigen Planung können Mobilität, Klimaschutz und Lebensqualität miteinander verbunden werden.
Die geplante Umgestaltung des Neuen Marktes und neue Mobilitätskonzepte bieten aus Sicht der Grünen große Chancen für eine zukunftsfähige Innenstadt. Auch Entwicklungen wie ein stärkerer öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilitätsformen sollen dabei frühzeitig berücksichtigt werden.
Umwelt- und Klimaschutz vor Ort stärken
Projekte wie das geplante Zentralklinikum wollen die Grünen kritisch und konstruktiv begleiten – insbesondere mit Blick auf eine nachhaltige Verkehrsanbindung und ein abgestimmtes Mobilitätskonzept.
Auch der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen bleibt ein zentrales Thema. Der Klimawandel führt zunehmend zu längeren Hitzeperioden und weniger Niederschlägen. Deshalb setzen sich die Grünen für einen besseren Umgang mit Regenwasser ein: Wasser soll möglichst vor Ort versickern, um den Grundwasserspiegel zu unterstützen und gleichzeitig das Stadtklima zu verbessern.
„Der Stellenwert von Natur und Umwelt ist aus meiner Sicht in Vechta noch deutlich ausbaufähig. Für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger, den Klimaschutz sowie den Erhalt unserer Pflanzen- und Tierwelt braucht Vechta eine starke grüne Stimme im Rat. Genau dafür steht unsere engagierte Liste“, erklärt Tobias Thomann.
Die Grünen sprechen sich außerdem für mehr Transparenz und Beteiligung aus. Ein öffentlich einsehbares Baumkataster soll künftig nachvollziehbar machen, welche Bäume im Stadtgebiet vorhanden sind. Bei größeren Baumfällungen, die über reine Pflegemaßnahmen hinausgehen, wünschen sich die Grünen eine frühzeitige Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Mehr Lebensqualität für alle Generationen
Weitere Schwerpunkte sind die Verbesserung von Freizeit- und Aufenthaltsangeboten für Jugendliche, die Stärkung kultureller Einrichtungen wie dem Zeughaus sowie der Einsatz für bezahlbaren Wohnraum.
Eingriffe in Natur und Umwelt müssen nach Ansicht der Grünen transparent ausgeglichen und konsequent kontrolliert werden. Zudem lehnen sie ein Parkhaus in der Moorbach-Niederung sowie eine weitere Reduzierung wertvoller Grünflächen im Stadtgebiet ab.
Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Förderung erneuerbarer Energien und die Digitalisierung der Verwaltung gehören zu den Themen, die Bündnis 90/Die Grünen weiter voranbringen möchten.
Ziel ist es, die bestehenden vier Sitze im Stadtrat auszubauen und mit einer starken grünen Fraktion weiterhin Verantwortung für Vechta zu übernehmen.
